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04.07.2003 Marktkauf Music Award

Das Ganze begann im November 2002, als jemand die CD mit dem Marktkauf-Song mitbrachte. Ein Talentwettbewerb war ausgeschrieben und man sollte ein Video mit der eigenen Version des Liedes einschicken. Das Lied war toll und wir entschlossen uns spontan mitzumachen. Und so machte sich unsere Chorleiterin Miriam daran einen Chorsatz für eine A-capella-Version zu schreiben. Ein Kameramann und die Technik für die Musikaufnahmen mussten her.
Nun waren wir schon mittendrin im "Marktkauf-Projekt". Die Zeit drängte, denn der Abgabetermin rückte immer näher! Im Supertempo wurde das Lied einstudiert, nebenbei der "Filmschnitt" geplant und eine Drehgenehmigung von Marktkauf eingeholt.
Die Tonaufnahmen fanden parallel zu den Bildaufnahmen statt und in der Woche danach machten wir den Marktkauf in Lemgo unsicher! So mancher Kunde wird an diesem Abend nur den halben Einkauf erledigt haben, weil man uns beim Singen zuhörte und uns nicht ins Bild laufen wollte!
Wir schickten unser Video ein und sagten uns, dass wir viel Spaß bei dieser Aktion hatten. Eine Chance rechneten wir uns bei diesem Wettbewerb nicht aus. Umso überraschter waren wir, als wir eine Einladung zur Endausscheidung bekamen!
Die Veranstaltung war im Rahmen der Ballonfiesta in Bielefeld und so reisten wir am Freitag, den 4. Juli 2003 im Hotel an. Die Betreuung durch die Firma NSL-TV war hervorragend. Immer war jemand für uns da. Ein Backstage-Zelt war für die Teilnehmer direkt neben der Bühne, wo auch für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Die Auftritte waren minutiös geplant und alle wurden angewiesen sich daran zu halten. Das war schon ein Hauch großer Musikwelt, der uns dort um die Nase wehte!
Wir hatten nach dem Soundcheck noch viel Zeit und so wurde gequatscht, gelacht und gesungen! Wir unterhielten uns mit den anderen Teilnehmern, mit Bandmitgliedern und versuchten unsere Fühler bei potentiellen Auftraggebern auszustrecken. Und wir genossen die Musik, die auf der Bühne geboten wurde und postierten uns davor um mitzusingen, zu schunkeln und zu applaudieren!
Da die Tontechnik leider Probleme hatte, waren fast alle Teilnehmer nicht besonders zufrieden über ihre Auftritte am Freitag. Nach Gesprächen versprach man uns Besserung für den nächsten Tag. Als öffentlicher Abschluss präsentierten alle das Markkauf-Lied mit den Originalinterpreten John Davis und Carrie K.
Danach wurden wir in die VIP-Lounge gebeten - ein Truck mit gemütlicher Sitzecke und einer Cocktail-Bar! Wir waren guter Dinge und sangen spontan so manches Lied. Auch im Hotel waren einige von uns noch so fit, das bis 2.30 Uhr im Zimmer 222, mit Gitarrenunterstützung von Damian weitergeträllert wurde. Anke und Kerstin hatten nachts Herrenbesuch, ein verirrtes Bandmitglied das versehentlich den gleichen Zimmerschlüssel bekommen hatte. Dem Mann wurde ein neues Zimmer besorgt und so konnten sich alle zur Ruhe begeben!

Nach dem Frühstück am Samstag zogen wir los, um die Bielefelder Altstadt unsicher zu machen. Wir suchten uns ein überdachtes Plätzchen an einer Passage, packten unseren Ghetto-Blaster aus, zwangen unseren Kameramann bei Nieselregen sein hautnah-Shirt anzuziehen und legten los. Die sechs Lieder, die wir gesungen haben, luden ca. 50 Leute ein spontan stehen zu bleiben und zuzuhören.
Nachmittags ging es dann auf der Ballonfiesta weiter. Wir erhielten eine Einweisung für den Abendablauf und danach war wieder warten angesagt. Unser Auftritt war relativ früh und er gelang uns tontechnisch auch wesentlich besser als am Vortag, da Miriam nach den ersten 5 Takten zum Mischpult sprintete und Anweisungen gab. Das gab uns allen ein beruhigendes Gefühl und so wurde es, trotz der Platzverhältnisse einer Sardinenbüchse, ein guter Auftritt. Zu erwähnen wären noch die Interviews, die "Patrißija", auf der Bühne geben durfte. Während wir uns formierten und die Mikros aufgestellt wurden, beantwortete unsere "Front-Frau" die teilweise saublöden Fragen von Nick Herb, dem Moderator. Keiner von uns hat Patrizia in diesem Moment beneidet, aber sie hat es hervorragend gemeistert!
Nach dem Auftritt marschierten wir vor die Bühne, um die anderen Teilnehmer, die zum Teil das erste Mal auf einer Bühne standen, zu unterstützen. Wir sangen mit, applaudierten und ließen auch schon ein "Buhhh" los, wenn die Kritik der Jury niederschmetternd war.
Gegen 20.30 Uhr wurden alle nochmals auf die Bühne gebeten: Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde und einen Blumenstrauß und der Gewinner des MMA wurde bekanntgegeben: Die zwei Mädchen aus Minden hatten das Rennen gemacht! Nach Fotosession und Übergabe des Awards sangen alle zusammen den Marktkauf-Song mit Carrie K. und John Davies. Im Gegensatz zum Vortag gelang es uns diesmal unsere "UHS" und "AHS" so laut zu schmettern, dass Nick Herb sein Mikro in die Menge hielt, um etwas davon auf den Festplatz zu bekommen! Es soll draußen zu hören gewesen sein! Da hatte sich doch unsere Stimmbandstrapazierung gelohnt!
Auch an diesem Abend gingen wir in die VIP-Lounge, wo die Cocktails auf uns warteten. Wir schauten von unserem Super-Standort dem night-glow der Ballone zu und sangen wieder einige Lieder. Um Mitternacht gaben wir noch ein Ständchen für ein Geburtstagskind aus der Marktkauf-Riege, wobei wir die CDs mit den Playbacks so gut weggepackt hatten, dass Patrizia noch ein" Oh happy Day" hauchen musste.
Auf der Rückfahrt spielte Carsten dem Taxifahrer noch einiges aus dem Ghetto-Blaster vor und wir versuchten ein wenig mitzuquietschen! Dafür ließ der Taxifahrer ihn und Benny ein wenig im Kofferraum schmoren und befreite die beiden erst Minuten später mit einer Zange von den Rücksitzen des Taxis. Auch Cathy hatte nach der Rückfahrt Probleme: sie sauste olympiaverdächtig hinter dem Auto von Arne her, um den gerade erworbenen Alkoholvorrat für uns zu retten. Dass Marion C. danach in einem Lachkrampf auf der Treppe zusammenbrach, sei nur am Rande erwähnt!
Der Abend klang im Hotel an der "Frühstücks-Bar" (der Geräuschpegel aus Zimmer 222 war in der Nacht zuvor doch etwas zu hoch gewesen) mit einem Gläschen Wein und munteren Gesprächen aus.
Nach dem Frühstück am Sonntag, wo die Übergabe der Urkunden und "dreifach Platin in Usbekistan" überreicht wurden, fuhren wir müde und glücklich nach Hause. Alle waren sich einig: Das war ein tolles Wochenende!


Marion Chrostek

25.09.2004 Making of hautnah-VoiceArt Römisch Einz - die CD

"Habt Ihr nicht ´ne CD???“ Das hörten wir seit Jahren! Ja, eine CD aufnehmen – das war unser Ziel. Aber woher das Geld dafür nehmen?
Wir haben 3½ Jahre jeden Cent an die Seite gelegt, um dieses Projekt verwirklichen zu können und Marion, unsere Finanzfrau, hat dabei immer den Überblick behalten. Es wurden etliche Tonstudios besichtigt, telefoniert, Preise verglichen und die Art der Aufnahme diskutiert: nehmen wir jede Gruppe einzeln auf, oder wie macht man das in einem Tonstudio? In Michael Schulte fanden wir nicht nur einen guten Tontechni­ker, sondern auch einen guten Berater. Wir entschlossen uns, den Chor als Ganzes mit 7 Mikrofonen aufzunehmen, um unsere Gruppendynamik auch rüberzubringen. Wir sind ein Chor und helfen uns gegenseitig!
Dann endlich der große Tag - am 13.Juni treffen wir uns im Liemer Krug zur ersten CD-Aufnahme, bewaffnet mit reichlich Salbeitee und Bonbons. Nach dem ersten Lied ist allerdings klar: so hatte man sich das nicht vorgestellt! Man hört auf den Aufnahmen wirklich jeden kleinen Fehler, jedes Hüsteln, Klappern von Ohrringen.....! So wurden die Lieder aufgenommen - manche 7 bis 8 mal!! Und dann beim Abhören die große Ernüchterung: „Nee, so geht’s nicht - da war „Was schief!“ Das können wir besser!
Als sich gegen Mittag der große Frust breit macht, baut uns Michael wieder auf. Also, auf ein Neues...! Am Ende des ersten Tages, nach gut acht Stunden Singen, vergessen selbst die alten Hasen die Texte. Deshalb sind die Profis also monatelang im Tonstudio, um eine neue CD aufzunehmen!!
2 Wochen später der zweite Termin, den wir mit etwas mehr Routine meistern. Wir müssen einen dritten Termin machen, da es doch länger gedauert hat als geplant war. Es wird noch ein verlängerter Übungsabend eingeschoben, um das Werk zu vollenden.
Im Laufe der nächsten Wochen fahren die Solisten ins Tonstudio nach Melle, um die Soli auf den Chor zu singen. Das war’s doch jetzt aber, oder? Nein, denn:
- Was kommt auf das Cover? Sollen wir ein Booklet machen? Wie viele Seiten? Na, wenn schon, denn schon! Patrizia sitzt stundenlang mit beiden Michaels zum Fotos aussuchen, für die Textaufteilung und Farbgestaltung zusammen. Die Ideen der Planungsgruppe sollen integriert werden.
- Die GEMA braucht die Komponisten und Texter der Originaltitel. Wie zum Geier kommt man da nun dran?? Aber auch das schaffen wir.
Nach etlichen Terminen mit der Chorleitung zum Abhören der Bänder (wir haben immerhin 6 Stunden Bandmaterial), geht die Master-CD zum Pressen.
Dann nach Wochen halten wir endlich unsere erste CD in den Händen!! „Wir haben eine eigene CD!!!!“ Es war schon anstrengend, aber wir sind mächtig stolz! Und das Publikum im Detmolder Jubiläumskonzert kauft CDs. Hat jemand daran gezweifelt......??


Marion Chrostek

29.06.2008 Ups we did it again - oder der Anfang von hautnah's 2. CD

Ja, wir wollen eine neue CD aufnehmen!

Ja, wir haben die Mittel dafür!

Ja, wir haben tolle Lieder einstudiert, die es wert sind, aufgenommen zu werden!

So trafen wir uns am 29. Juni 2008 im Eastend-Studio in Bielefeld, um unsere Stimmen auf CD festzuhalten. Da wir durch Tobias, unseren Chorleiter, richtig gut vorbereitet waren, hatten auch diejenigen von uns, die das Trauma der ersten CD miterlebt hatten, ein gutes Gefühl. Außerdem macht Erfahrung ja bekanntlich klug und so trafen wir uns um 9.30 Uhr alle ausgeruht, eingesungen, mit diversen Lutschtabletten und reichlich Getränken bepackt, in Bielefeld-Lämmershagen. Das hautnah-Catering war ebenfalls organisiert, so dass keiner verhungern konnte und die Aufnahmen nicht durch knurrende Mägen behindert werden würde. “Nein, das ist nicht unser Bass, das war der Magen von ???“

Nach dem Einsingen in freier Natur und vielen Blüten auf dem Kopf, sangen wir zuerst mal das lange Udo-Jürgens-Medley ein. „Das war gut, aber ihr könnt das besser und traut euch zu singen!!“ Also, das ganze in kleineren Häppchen noch Mal! Tobias zeigte beim Dirigieren 5 Sachen gleichzeitig an, sang mit, legte akrobatische Turneinlagen hin und freute sich Löcher in den Bauch. Das motiviert natürlich richtig!!! Die Tontechniker waren in ihrem Raum auch gut drauf und ihre Mimik und Gestik motivierte uns noch mehr. Schließlich singen wir lieber vor Publikum, als Wände anzusingen! So wurden die Kommentare auch immer positiver und ansatzweise wurde in der Technik sogar mitgesungen. Na, so schlecht können wir ja wohl nicht sein!!

So war nach dem Udo-Medley schon klar, das wir heute einiges schaffen würden! Alle waren hoch motiviert und konzentriert, aber trotzdem locker bei der Sache! Von mehreren Pausen unterbrochen wurden weitere Titel, insgesamt 7 an diesem Tag eingespielt. Auch die Solisten sangen am Ende noch ihre Stückchen ein.

Vielen Dank auch an die Mitsänger, die das laute Husten bei den Aufnahmen unterdrückten und so die Aufnahme retteten. Sie sahen z.T. aus, als wenn sie eine Spucktüte brauchten, aber alle anderen haben tapfer weiter gesungen.

Wer wollte „Ain´t no mountain“ noch mal singen, damit die Soli auch eine Unterlage haben..!? Oh je, so ein Aufnahmetag hinterlässt dann irgendwann seine Spuren. OK, ich gebe zu, das auch ich an diesem Abend nicht mehr klar denken konnte. Ich hoffe nur, unsere Herren haben beim Endspiel der Fußball-EM mitbekommen, das Deutschland nicht Europameister geworden ist!

Zu erwähnen sei noch, das eine Familie in der folgenden Woche reichlich Heißwürstchen essen durfte, da wir es an diesem Tag nicht geschafft haben, die 50 Würstchen zu vertilgen. Liebe hautnah`s, es macht Spaß mit euch zu singen! Es war ein toller Tag und ich bin davon überzeugt, dass man unseren guten Zusammenhalt auf der CD hören wird!

Tobias gilt ein besonderer Dank, denn er hat uns so weit gebracht und sich am Aufnahmetag bis an seine Grenzen für uns verausgabt. Bei dieser Gelegenheit: “Danke Tobi und gute Erholung!“

Nun wird sich die Tontechnik und Chorleitung zum Schneiden treffen, um den 1. Teil der CD fertig zu stellen.

Wir freuen uns auf den 2. Aufnahmetag im Herbst und sind mit unseren Fans gespannt auf das Ergebnis. Die neue CD kann man dann zum Jahresende 2008/Jahresanfang 2009 bei uns kaufen.

Marion Chrostek

20.12.2008 Sie ist da!!

Die neue CD ist fertig! Sie heißt "II." und wird ab demnächst bei unseren Auftritten käuflich zu erwerben sein. Wer nicht so lange warten kann oder will, kann uns ab dem 8. Januar 2009 jeweils Mittwochs ab 19.45 Uhr bei unseren Probenabenden im "Liemer Krug" in Lemgo-Lieme besuchen. Die CD kann aber auch unabhängig von unseren Probenterminen in "Liemer Krug" gekauft werden.

Claudia Pätzold